KMV 2100 – norwegisches Raumwunder
KMV-Boote stammen aus Norwegen, einem Land mit einer langen Tradition im Bootsbau, besonders für den Einsatz auf rauen Gewässern.



Die Entstehungsgeschichte unserer KMV reicht etwas weiter zurück. Im Sommer 2016 waren wir mit unserer Glastron und Freunden im Urlaub in Kroatien. Wir hatten es uns in einer wunderschönen Bucht gemütlich gemacht – mit einem kühlen, alkoholischen Getränk in der Hand und guter Gesellschaft. Plötzlich kam unser Freund auf die Idee, nach einer „Fjord“ oder „KMV“ Ausschau zu halten, beide Boote sind schließlich baugleich.
Ich entgegnete ihm lachend, dass er sich ja gern die Zeit vertreiben könne, wenn ihm langweilig sei. Gesagt, getan – nur wenige Augenblicke später vermeldete er stolz seinen ersten Fund: In Schweden war tatsächlich eine KMV zum Verkauf ausgeschrieben, für 145.000 Kronen.
„Erstens zu teuer, und zweitens in Schweden – also völlig uninteressant“, war meine Reaktion. Daraufhin fragte er scherzhaft, bei welchem Preis ich denn doch ins Grübeln käme. „Na gut,“ sagte ich im Spaß, „bei 135.000 Kronen könnte man vielleicht darüber nachdenken.“
Vom Spaß zum Ernst: Plötzlich haben wir einen Deal
Rund eine halbe Stunde später meldete er sich triumphierend zurück und verkündete: „Wir haben einen Deal!“ Das Boot in Schweden war tatsächlich zur Besichtigung bereit – die Sache war plötzlich ernst geworden.
Noch an diesem Nachmittag buchte ich die Flüge für mich und unseren Freund Bernd. Kaum waren wir aus dem Urlaub zurück, ging es direkt von München nach Stockholm. Mit dem Mietwagen fuhren wir weiter nach Saltsjöbaden, um uns das Boot anzuschauen und eine Probefahrt durch den Fjord zu machen. Das Ergebnis? Das Boot war gekauft! 😊
Die letzte Hürde: Nachtflugverbot in Berlin
Die Rückreise am selben Tag sollte uns eigentlich direkt nach Hause führen, doch das Abenteuer endete zunächst in Berlin. Wegen einer Flugverspätung aus Schweden verpassten wir unseren Anschlussflug und wurden dort prompt Opfer des Nachtflugverbots. Nach einer Nacht in Berlin konnten wir jedoch am nächsten Tag endlich nach München zurückfliegen – und das mit der Gewissheit, dass unser Traumboot bald bei uns sein würde.





3.500 Kilometer: Ein Roadtrip der Extraklasse
Aus dem geplanten „bald“ wurde schließlich ein abenteuerlicher Roadtrip Ende September. Mit Bernds Anhänger und einem fünftägigen Trip über mehr als 3.500 Kilometer, von Esslingen bis nach Saltsjöbaden und zurück, holten wir unser neues Boot endlich nach Hause. Zurück in Esslingen kam der große Moment: Voller Vorfreude und mit einem breiten Grinsen ließen wir das Boot ins Wasser und feierten unseren Neuzugang gebührend. Nach all den Kilometern, Planungen und kleinen Hürden war es endlich da – und jeder einzelne Meter dieser Reise hatte sich gelohnt!